{"id":11032,"date":"2022-04-30T12:29:39","date_gmt":"2022-04-30T12:29:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.impacc.org\/mehr-saatgut-durch-brueckenkredite\/"},"modified":"2023-09-25T21:30:16","modified_gmt":"2023-09-25T21:30:16","slug":"mehr-saatgut-durch-brueckenkredite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/impacc.org\/de\/mehr-saatgut-durch-brueckenkredite\/","title":{"rendered":"Mehr Saatgut durch Br\u00fcckenkredite"},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich haben wir die geplante 1 Mio \u20ac an Investitions-Spenden in diesem Jahr noch nicht eingesammelt. Andererseits warten unsere Ventures dringend auf Geld, um weiter wachsen zu k\u00f6nnen. Als ich letzte Woche in Nairobi war, haben wir einen guten Weg gefunden, trotzdem ein Venture zu finanzieren. Ich hatte schon einmal von Marbi Agric geschrieben, die kreditfinanziertes Saatgut f\u00fcr Kleinbauern anbieten und dies mit Versicherungspaketen und Gruppenkrediten verbindet, um das Risiko f\u00fcr alle Beteiligten zu minimieren. Bernadette Mwanzas Gesch\u00e4ft w\u00e4chst schon profitabel (im letzten Jahr sind sie von 3,000 auf 5,000 Kunden gewachsen), und sie hat erste kommerzielle Kredite erhalten \u2013 aber ohne Sicherheiten ist bei 10,000 Euro immer Schluss. Also haben wir uns entschieden, ihr ein zinsloses Darlehen von 50,000 Euro \u00fcber sechs Monate zu gew\u00e4hren, damit sie damit in die neue Anbauperiode starten kann. Wenn wir in der Zwischenzeit mit unserem Fundraising f\u00fcr sie erfolgreich sind, wandeln wir das Darlehen in eine Beteiligung, also in eine Eigenkapitalinvestition um. Wenn nicht, zahlt sie es im Herbst zur\u00fcck, und wir zahlen damit die Geh\u00e4lter unseres Teams. Es bleibt nat\u00fcrlich ein Ausfallrisiko, aber Bernadette hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie h\u00e4lt, was sie verspricht.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne an unserem Ansatz ist, dass verschiedene Elemente gut ineinandergreifen, finde ich. Gleich nach Bernadette habe ich Oliver Obwana, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Full Spoon, getroffen: sie produzieren Erdnussbutter in Kleinstgr\u00f6\u00dfen und vertreiben sie in Slums, um damit zu gesunder Ern\u00e4hrung beizutragen (Erdn\u00fcsse enthalten ca. 50% Protein). Der Bedarf nach diesen Mini-Gr\u00f6\u00dfen ist enorm: als meine Kollegin Lynn und ich im November im Kimera-Slum von Nairobi waren, wollten 7 von 10 Kioskbesitzern das Produkt sofort ins Sortiment aufnehmen. Nur hat Oliver ein Cashflow-Problem und kann nur gegen Barzahlung verkaufen; die Kioskbesitzer hingegen brauchen ein bis zwei Wochen, bis sie die Produkte verkaufen und dann auch bezahlen k\u00f6nnen. Wir haben uns mit Full Spoon auf ein kleines Testbudget von 1,000 Euro geeinigt, mit dem sie l\u00e4ngere Zahlungsziele anbieten k\u00f6nnen. Wenn das in der Tat dazu f\u00fchrt, dass mehr Kiosks das Produkt listen, kommt Marbi Agric ins Spiel: sie liefern Full Spoon Erdn\u00fcsse und k\u00f6nnen durch unseren Kredit in Zukunft etwas l\u00e4nger auf ihr Geld warten, was wiederum Full Spoon hilft, ihren Kunden zu entlasten und so Distribution aufzubauen.<br \/>\nDas Beispiel zeigt \u00fcbrigens, das jede Spende uns hilft: schon mit 1,000 Euro k\u00f6nnen wir einem Unternehmen helfen, eine neue Distributions-Strategie zu entwickeln und zu testen. Wen das \u00fcberzeugt: wir freuen uns \u00fcber jeden Beitrag (den Spendenlink gibt\u2019s oben in der Bedienungsleiste).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich haben wir die geplante 1 Mio \u20ac an Investitions-Spenden in diesem Jahr noch nicht eingesammelt. 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